Vorteile und Nachteile WG

Vorteile und Nachteile von WG`s

 

Eine WG ist zunächst eine Gemeinschaft, in der mehrere voneinander unabhängige Menschen zusammenwohnen. Im Regelfall hat dabei jeder Mitbewohner ein eigenes Zimmer, zudem gibt es die sogenannten Gemeinschaftsräume, nämlich Badezimmer, Küche und teils eine Art Wohnzimmer.

Klassischerweise werden WGs mit Studenten oder, historisch bedingt, mit Künstlern, Aussteigern und den Kommunen der 1960er Jahre assoziiert. 

Allerdings gibt es daneben heute auch WGs, die sich an Menschen in besonderen Lebenssituationen richten, beispielsweise in Form von Senioren- WGs oder betreuten Wohngemeinschaften für Behinderte, psychisch Erkrankte oder Jugendliche. Auf diese Weise wird es möglich, dass die Bewohner der WG ein weitestgehend selbstverantwortliches Leben außerhalb von Heimen und Krankenhäusern führen können.

Grundsätzlich unterscheiden sich WGs in Zweck-WGs und Nicht-Zweck-WGs.

Während die Bewohner von Zweck-WGs durch das Zusammenziehen einen eindeutigen Zweck verfolgen, der meist darin besteht, Kosten einzusparen, stehen bei Nicht-Zweck-WGs das gemeinschaftliche Leben und die Freundschaften im Vordergrund.

Hier nun eine Übersicht über die Vor- und die Nachteile vom Leben in einer WG:

•        Kosten.

In aller Regel ist das Leben in einer WG deutlich günstiger als das Anmieten einer eigenen Wohnung. Allerdings ergibt sich die Kostenersparnis nicht nur durch den eigentlichen Mietpreis, sondern insbesondere auch durch die gemeinschaftlich getragnen Kosten für Strom, Wasser oder die Heizung.

Zudem belasten notwendige größere Anschaffungen, die von allen Bewohnern genutzt werden, wie beispielsweise Herd, Kühlschrank, Waschmaschine oder Geschirr weniger den Geldbeutel, da jeder Bewohner nur einen Anteil des Kaufpreises aufbringen muss.

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Ein weiterer wichtiger Vorteil von WGs besteht darin, dass die Wohngemeinschaft letztlich die Familie ersetzt. Gerade jungen Leuten, die das erste Mal das elterliche Nest verlassen, fällt es häufig leichter, sich an die neue Situation zu gewöhnen, da eher nicht die Gefahr besteht, abends in eine leere, dunkle Wohnung in einer fremden, unbekannten Stadt zu kommen.

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Nahezu nebenher werden durch das Leben in einer WG die auch im Berufsleben wichtigen Soft-Skills wie Kommunikations-, Diskussions- und Teamfähigkeit trainiert. Dies begründet sich schlichtweg darin, dass WGs nicht hierarchisch aufgebaut, sondern alle Mitglieder gleichberechtigt sind.

Insofern werden Entscheidungen, die alle Bewohner betreffen, auch gemeinschaftlich erarbeitet und getroffen, zudem kann eine WG nur dann funktionieren, wenn sich jeder Bewohner als Teil der Gruppe sieht, der Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft in gleichem Maße zeigt.

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Aus dieser Gemeinschaft ergibt sich jedoch auch der entscheidende Nachteil von WGs:

Die Privatsphäre ist deutlich reduzierter.

Zudem kann es zu Spannungen kommen, wenn ein Bewohner doch nicht so richtig in die Gruppe passt oder sich nicht an Abmachungen, wie beispielsweise den berühmt-berüchtigten Putzplan, hält. Hinzu kommt, dass einige Vermieter WGs eher skeptisch gegenüberstehen und es daher schwieriger werden kann, überhaupt geeigneten Wohnraum zu finden.

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Thema: Vorteile und Nachteile von Wohngemeinschaften (WG)

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