Mietkauf Wohnungen und Immobilien

Infos zum Mietkauf von Wohnungen und Immobilien 

Der Mietkauf ist eine Alternative zu der klassischen Baufinanzierung und letztlich mit einem Ratenkauf oder dem Leasing vergleichbar. Dabei richten sich Mietkaufangebote in erster Linie an Personen, die das für den Kauf einer Immobilie oder eine Immobilienfinanzierung benötigte Eigenkapital noch nicht ansparen konnten, beispielsweise also an junge Familien.

Zudem scheint der Mietkauf für Selbstständige oder diejenigen interessant, die von einer Bank keinen Kredit bekommen.

Hier nun alle Infos zum Mietkauf von Wohnungen und Immobilien:

 Nutzungsrecht und Mietrecht      

Der Mietkauf basiert in aller Regel auf einem direkten Vertrag zwischen dem Verkäufer, in erster Linie Genossenschaften, Makler und Bauträger, und dem Käufer. Während der Vertragslaufzeit bezahlt der Käufer die monatliche Miete für die Immobilie oder die Wohnung, die zeitgleich eine Rate ist, die auf den Kaufpreis angerechnet wird. Zusammen mit der ersten Zahlung erhält der Käufer das wirtschaftliche Nutzungsrecht, während dieser Zeit gilt das Mietrecht. 

Nach einer bestimmten Zeit, die meist einen Zeitraum von 10 Jahren vorsieht, endet der Mietvertrag und die restliche Summe des Kaufpreises wird fällig. Ab diesem Zeitpunkt gilt das Vertragsrecht und durch das eigentliche Kaufen der Immobilie oder der Wohnung wird der ehemalige Mieter zum rechtlichen Besitzer.

 Kein Eigenkapital      

Die Vorteile des Mietkaufs liegen darin, dass zunächst, zumindest theoretisch, kein Eigenkapital erforderlich ist und da im Regelfall keine Bank zwischen Vermieter und Mieter steht, auch keine Bonitätsprüfung und kein Hinzuziehen der Schufa erfolgen. Dies erklärt sich damit, dass der Verkäufer ja zunächst als Vermieter auftritt, also keinen Kredit vergibt, sondern die geleisteten Zahlungen lediglich sammelt.

Zudem hat er durch das Mietrecht die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen, wenn der Mieter den Mietzahlungen nicht nachkommt. Zudem vermittelt der Mietkauf, für den normalerweise keine banküblichen Sicherheiten gestellt werden müssen, das Gefühl, seinem Eigenheim durch eine recht einfache Finanzierung mit jeder Mietzahlung ein Stück näher zu kommen, ohne dabei für die nächsten 30 Jahre verschuldet zu sein. 

 Gebühren und Vertragsdauer      

Allerdings sind die Mieten im Regelfall aus zwei Gründen deutlich höher als bei anderen Objekten. Zum einen sollen die erhöhten Mieten bewirken, dass der Mieter das Objekt schneller kauft und zum anderen werden durch die erhöhten Mieten die meist deutlichen Wertverluste der Immobilie ausgeglichen, die sich durch den Gebrauch von insbesondere neuen Immobilien ergeben.

Hinzu kommt, dass während der Vertragslaufzeit nicht nur die Miete aufgebracht, sondern auch Kapital angespart werden muss, um die Schlussrate zum Kauf der Immobile aufbringen zu können. Durch die regelmäßigen Mietzahlungen sinkt zwar die Restschuld, allerdings werden die Raten nicht vollständig abgezogen, sondern im Regelfall nur anteilig angerechnet, da für die Verwaltungstätigkeiten des Vermieters Gebühren fällig werden.

Je nach vereinbarter Vertragsdauer und Höhe des Kaufpreises kann sich durch die Miet- und die Sparrate somit eine Doppelbelastung ergeben, die nur schwer tragbar ist und sogar höher liegen kann, als dies bei einer gewöhnlichen Baufinanzierung der Fall wäre. 

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