Frühjahrsputz – Tipps zu umweltfreundlichen Reinigungsmitteln

Projekt Frühjahrsputz – die wichtigsten Infos und Tipps zu umweltfreundlichen Reinigungsmitteln 

Im Frühjahr ist traditionell die Zeit für den berühmten Frühjahrsputz. Während draußen allmählich die letzten Spuren vom Winter verschwinden und die Natur zu neuem Leben erwacht, nutzen auch viele Haushalte die Zeit, um die Wohnung wieder so richtig auf Vordermann zu bringen und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Zweifelsohne sind Hygiene und Sauberkeit wichtig und die meisten Menschen fühlen sich in einer Wohnung, in der es ordentlich ist und gut riecht, deutlich wohler.

Anders als oft angenommen ist es aber überhaupt nicht notwendig, sich mit einem ganzen Sortiment an verschiedenen Putzmitteln und Spezialreinigern einzudecken. Diese sind in vielen Fällen nämlich überflüssig und zudem oft nicht nur recht teuer, sondern auch im Hinblick auf die eigene Haut, die Gesundheit und die Umwelt nicht wirklich positiv.

Die folgende Übersicht verrät die wichtigsten Infos und Tipps zu umweltfreundlichen Reinigungsmitteln rund um das Projekt Frühjahrputz, wobei diese natürlich nicht nur für die alljährliche Großputzaktion, sondern generell für eine saubere Wohnung gelten:    

Auf antibakterielle, desinfizierende Mittel besser verzichten.

Es gibt eine ganze Palette an unterschiedlichen Spezialreinigern, die Keimfreiheit versprechen. Diese enthalten aber Inhaltsstoffe, auf die die Haut empfindlich reagieren und die die Ausbildung von Allergien fördern können. Hinzu kommt, dass die Reinigungsmittel nicht zwischen Keimen unterscheiden und daher nicht nur schädliche Keime beseitigen.

Genauso bekämpfen die Mittel auch gesundheitlich unbedenkliche Keime, die jedoch für die Stärkung der Abwehrkräfte benötigt werden. Spezialreiniger, die stark desinfizieren, gehören deshalb in erster Linie in Krankenhäuser und Arztpraxen.

In privaten Haushalten hingegen sollten sie nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen, beispielsweise wenn sich ein Familienmitglied mit einer ansteckenden Krankheit infiziert hat. In antibakteriellen Haushaltsreinigern wiederum reicht die Konzentration für eine desinfizierende Wirkung oft nicht aus, was zur Folge hat, dass Keime und Bakterien verstärkte Resistenzen entwickeln.    

Drei einfache Mittel reichen aus.

Ein ordentlicher Frühjahrsputz kann mit drei einfachen Mitteln durchgeführt werden, die überaus effektiv und dabei gleichzeitig auch kostengünstig und umweltfreundlich sind. Ein Haushaltsessig entfernt Harnstein sowie Fett- und Kalkablagerungen und ist somit ein ideales Mittel für die Reinigung von Bad und Küche sowie für die Entkalkung.

Allerdings ist Essig nicht für Marmor, Kalkstein und PVC geeignet und sollte auch nicht erwärmt werden, weil die entstehenden Dämpfe unangenehm riechen und die Schleimhäute reizen können. Als Alternative zu Essig kann daher auch auf Zitronensäure zurückgegriffen werden, die praktisch die gleiche Wirkung hat, aber weniger aggressiv ist.

Grobe, hartnäckige und verkrustete Verschmutzungen lassen sich durch eine Scheuermilch oder ein Scheuerpulver beseitigen. Für die meisten anderen Oberflächen und die Fußböden ist ein pH-neutraler Allzweck- oder ein milder Neutralreiniger das Mittel der Wahl. Zusammen mit einem Fensterleder und einem Spritzer Essig sorgt dieser übrigens auch für streifenfrei saubere Fenster.  

Schädliche Keime und Bakterien effektiv bekämpfen.

Vor allem die Stellen, an denen sich Keime und Bakterien besonders wohl fühlen, kommen beim Putzen oft ein wenig zu kurz. So sollte beispielsweise nicht vergessen werden, nicht nur das Badezimmer und die Küche zu reinigen, sondern auch die Türklinken sollten regelmäßig gesäubert werden.

Hand- und Geschirrtücher sowie Putzlappen sollten regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden und auch das regelmäßige Austauschen von Spüllappen und Küchenschwämmen verhindert ein Ausbreiten von Bakterien. Zwei weitere beliebte Sammelstellen von Keimen und Bakterien sind außerdem der Kühlschrank und der Abfalleimer.

Der Kühlschrank sollte daher in regelmäßigen Abständen durchgeschaut und mit einem Allzweckreiniger gesäubert werden. Lebensmittel und Speisereste sollten entsorgt werden, bevor sich Schimmel gebildet hat. Der Abfalleimer sollte lieber häufiger entleert und nach dem Leeren mit heißem Wasser und Essig oder einem Allzweckreiniger ausgewaschen werden.

Wichtig ist zudem, regelmäßig zu lüften. Werden die Räumen jeden Tag zweimal gut durchgelüftet, sorgt dies für eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent, wodurch wiederum das Wachstum von Bakterien, Keimen und Pilzen effektiv gehemmt wird.  

Chemische Reinigungsmittel sparsam dosieren.

Um Flecken in Kleidungsstücken zu entfernen, ist Gallseife in vielen Fällen genauso effektiv wie ein chemisches Fleckenmittel. Manchmal ist der Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln allerdings unumgänglich, beispielsweise im Zusammenhang mit Waschmittel. Dabei gilt dann aber, dass getreu dem Motto “Viel hilft viel” auf eine Extradosis verzichtet und stattdessen die Dosierungshinweise des Herstellers unbedingt eingehalten werden sollten.

Neuerdings ist auf einigen Reinigungs- und Waschmitteln übrigens ein Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt. Die Hersteller begründen dies damit, dass die Reinigungswirkung nach Ende der Haltbarkeit nachlassen könnte. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Angabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums allerdings nicht.

Dies liegt sicher nicht zuletzt auch daran, dass sich Experten einig sind, dass weder Einbußen bei der Reinigungsleistung zu befürchten sind noch dass Reinigungs- und Waschmittel verderben. Ganz im Gegenteil galt bislang die nahezu unbegrenzte Haltbarkeit von Waschmitteln und Haushaltsreinigern ohne Biozide als großer Pluspunkt auch für die Umwelt. Insofern kann ein eventuell aufgedrucktes MHD getrost ignoriert werden und statt die vorhandenen Mittel zu entsorgen, können und sollten diese zum Einsatz kommen, bis sie aufgebraucht sind.

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