Wohnung entrümpeln – 5 Tipps zum Decluttering, Teil I

Wohnung entrümpeln – 5 Tipps zum Decluttering, Teil I

Viele nutzen den Frühjahrsputz, um auszumisten. Denn viele Dinge werden ohnehin schon lange nicht mehr verwendet oder nicht mehr gebraucht. Warum sollten sie also weiterhin Platz wegnehmen? Außerdem sorgt das Entrümpeln der Wohnung nicht nur für Ordnung und ein ruhigeres Gesamtbild, sondern hilft auch dabei, den Kopf wieder klarer zu bekommen. Doch wie wird das Ausmisten am besten gestartet? Wie lässt sich entscheiden, was bleiben und was aussortiert werden soll?

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Wohnung entrümpeln - 5 Tipps zum Decluttering, Teil I

Wir geben fünf Tipps zum Decluttering!:

  1. Die richtige Strategie für das Entrümpeln der Wohnung finden

Das Ausmisten ist ein echtes Trendthema. Neudeutsch auch als Decluttering bezeichnet, schafft das Entrümpeln, Aussortieren und Aufräumen Platz, befreit von Ballast und macht den Kopf frei. Andererseits fällt es mitunter schwer, sich von Dingen zu trennen.

Und manchmal fehlt die nötige Motivation, um den ersten Schritt zu machen und anzufangen. Hilfreich ist deshalb, sich eine geeignete Strategie zurechtzulegen. Dafür gibt es verschiedene Ansätze:

30-Tage-Plan

Diese Methode geht das Decluttering langsam an und steigert sich dann stetig. So wird am ersten Tag nur ein Gegenstand aussortiert, am zweiten Tag sind es zwei Dinge, am dritten Tag drei und immer so weiter, bis am letzten Tag schließlich 30 Dinge ausgemistet werden.

Wer besonders motiviert ist, kann es aber auch andersherum machen. In diesem Fall werden am ersten Tag 30 Gegenstände ausgewählt, die weg können.

An den folgenden Tagen wird es immer ein Gegenstand weniger und am letzten Tag muss nur noch ein Gegenstand aussortiert werden. So herum fällt es oft einfacher, am Ende zu entscheiden, was noch überflüssig ist.

Nach Bereich

Im Haushalt sammeln sich an den verschiedensten Stellen Dinge an. Sinnvoll kann deshalb sein, sich immer nur einen Bereich vorzunehmen. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Schublade, den Papierstapel auf dem Schreibtisch, den Schuhschrank oder einen Raum handeln.

Sich zunächst einen Bereich vorzunehmen und gründlich aufzuräumen, fällt leichter, als vier Baustellen gleichzeitig zu bearbeiten. Außerdem ist es ein tolles Gefühl, wenn nach recht kurzer Zeit ein Punkt erfolgreich abgehakt werden kann.

Tabula rasa

Bei dieser Strategie wird alles ausgeräumt und auf einen großen Haufen gelegt. Ob die Handtasche, ein Fach im Regal oder der ganze Kleiderschrank ausgemistet wird, spielt dabei keine Rolle. Durch das Sammeln an einem Ort ergibt sich ein besserer Überblick über die ganzen Gegenstände.

Im nächsten Schritt wird jeder Gegenstand vom Haufen überprüft und entweder aussortiert oder wieder ordentlich eingeräumt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass eine gute Struktur entsteht und keine Ecke vergessen wird.

Der Nachteil ist aber, dass es nicht möglich ist, mittendrin aufzuhören. Denn der Haufen muss verräumt werden. Daher ist ratsam, nicht gleich im ganzen Zimmer Tabula rasa zu machen.

Müll zuerst

Gegenstände wegzugeben, an denen keine Erinnerungen hängen und die einem nichts bedeuten, ist leichter, als liebgewonnene Stücke auszusortieren. Statt mit Kleidung, Büchern oder alten Fotoalben zu beginnen, ist deshalb ein guter Ansatz, mit zum Beispiel Elektroartikeln, Kosmetika oder Zeitschriften zu starten.

Wenn solche Dinge, die definitiv nicht mehr gebraucht werden, weg sind, entsteht Ordnung, ohne dass die Entscheidungen wehtun.

Zimmer für Zimmer

Wer schnell den Fokus verliert oder dazu neigt, mittendrin abzubrechen, weil er keine Lust mehr hat, sollte zunächst alle Gegenstände, die irgendwo herumliegen, in den Raum bringen, in den sie gehören.

Anschließend können die Dinge dann im jeweiligen Zimmer sortiert und ausgemistet oder eingeräumt werden.

Ein hilfreicher Tipp ist außerdem, das Aufräumen zur täglichen Routine zu machen. Dazu kann ein bestimmtes Zeitfenster festgelegt werden, zum Beispiel zehn oder 15 Minuten. Mit der Stoppuhr im Blick ist es einfacher, sich dazu aufzuraffen, jeden Tag die paar Minuten lang Ordnung zu schaffen.

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Ordnungssysteme

Die Spielsachen der Kinder sind in der ganzen Wohnung verteilt? Der Nachwuchs lässt seine Kleidung einfach auf dem Boden liegen? Und der Partner türmt seine Unterwäsche samt Handtuch neben der Dusche auf?

Um solchen Szenarien künftig ein Ende zu bereiten, sind Ordnungssysteme ein probates Mittel. Dafür kann zum Beispiel in jedem Zimmer eine Box aufgestellt werden, Abends wandern dann alle Spielsachen dort hinein.

In den Kinderzimmern bieten sich zwei Wäschekörbe an, nämlich ein Korb für die Schmutzwäsche und ein Korb für die getragenen Kleidungsstücke. Auch im Bad sorgt ein Behälter dafür, dass der Boden um die Dusche herum frei bleibt.

  1. Entscheiden, was bleibt und was nicht

Wer nie aussortiert und nichts wegschmeißt, versinkt irgendwann im Chaos. Doch Dinge einfach wegzugeben, ist nicht immer einfach. Zumal sich gerne der Gedanke einschleicht, dass ein Gegenstand vielleicht doch noch gebraucht wird.

Hilfreich ist deshalb, jeden Gegenstand anhand einer Checkliste zu überprüfen:

  • Ist der Gegenstand kaputt? Lässt er sich reparieren, lohnt sich eine Reparatur und werde ich sie tatsächlich durchführen?

  • Gibt es den Gegenstand in mehrfacher Ausführung und muss er wirklich zwei-, drei- oder vierfach vorhanden sein?

  • Steckt der Gegenstand noch in der originalen Verpackung? Wie lange steht er schon so im Schrank, ohne dass er jemals zum Einsatz kam?

  • Erfüllt der Gegenstand seinen Zweck in dem Sinne, dass er regelmäßig verwendet wird? Oder steht er nur herum und nimmt Platz weg?

  • Hat der Gegenstand eine tiefere Bedeutung, hängen Erinnerungen daran?

  • Wenn es diesen Gegenstand nicht schon gäbe, würde er dann in genau dieser Ausführung noch einmal gekauft werden?

  • Macht der Gegenstand in irgendeiner Form Spaß, bringt er Freude oder ist es einfach nur ein beliebiges Ding?

Außerdem ist es oft hilfreich, sich nach Abgabestellen zu erkundigen. In vielen Städten gibt es Kaufhäuser für Gebrauchtes oder Boxen, aus denen sich jeder kostenlos herausnehmen kann, was er benötigt.

Wer seine Sachen an solchen Stellen abgeben kann, tut sich leichter und hat ein gutes Gefühl. Denn er weiß, dass die noch gut erhaltenen Sachen nicht im Müll landen, sondern ein anderer sie weiter nutzen kann.

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Robert Kaminski, - Rechtsanwalt Mietrecht, Bernd Schuster, - Geschäftsführer einer Hausverwaltung, Marion Sachmann, - Immobilienmaklerin, Tobias Bechtel, - Bauunternehmer, Christian Gülcan Gründer & Teilhaber Maklerbüros, Eigentümer & Bauherr und Betreiber dieser Webseite, Emine Gülcan, - Immobilienmaklerin, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Immobilien, Vermietung, Mietrecht und Wohnungssuche.

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