Erste eigene Wohnung: die wichtigsten Tipps im Überblick, Teil 1

Erste eigene Wohnung: die wichtigsten Tipps im Überblick, Teil 1

In die erste eigene Wohnung zu ziehen, ist ganz schön aufregend. Aber es müssen auch viele Dinge bedacht und beachtet werden.

Hier sind die wichtigsten Tipps im Überblick!

Endlich auf eigenen Beinen stehen. Den Eltern keine Rechenschaft mehr darüber ablegen, wohin man geht und wann man wieder kommt.

In den eigenen vier Wänden tun und lassen, was man möchte:

Die erste eigene Wohnung ist für viele der langersehnte Schritt in die große Freiheit. Doch eine passende Bleibe muss erst einmal gefunden werden und finanzierbar sein. Dazu kommen ein paar Formalitäten, die erledigt werden müssen. Und auch Versicherungen werden zum Thema. Wir haben einen zweiteiligen Ratgeber mit den wichtigsten Infos und Tipps zusammengestellt.

Hier ist Teil 1!

 

Die Höhe der Miete

Die erste eigene Wohnung muss dem Wohnungssuchenden nicht nur gefallen. Sondern er muss sie auch bezahlen können. Deshalb sollte sich der Wohnungssuchende als erstes einen finanziellen Rahmen abstecken.

Ob die veranschlagte Miete fair und angemessen ist, hängt natürlich immer von der Wohnung ab. Wie teuer die Mieten für Wohnungen vor Ort im Durchschnitt sind, erfährt der Wohnungssuchende durch den sogenannten Mietspiegel. Er wird meist von der jeweiligen Kommune bereitgestellt. Gibt es keinen aktuellen Mietspiegel, kann der Wohnungssuchende auch beim örtlichen Mieterbund nachfragen.

Ansonsten hat sich folgende Faustregel bewährt: Die Warmmiete sollte nicht viel mehr als ein Drittel des monatlichen Einkommens ausmachen. Von dem Geld, das dem Wohnungssuchenden jeden Monat regelmäßig zur Verfügung steht, sollte er also nur rund ein Drittel für die Miete einplanen. Dadurch ist sichergestellt, dass ihm genug Geld übrig bleibt, um seine weiteren Ausgaben zu decken und seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Wenn nämlich allein die Miete schon den größeren Teil des Einkommens auffrisst, kann es eng werden.

 

Die Kriterien für die Wohnung

Hat der Wohnungssuchende eine Vorstellung davon, wie viel Budget ihm für die Wohnung zur Verfügung steht, sollte er sich als nächstes überlegen, was ihm wichtig ist. Wie sollte die Wohnung sein? Worauf legt der Wohnungssuchende großen Wert? Worauf kann er verzichten? Vor allem folgende Punkte sollte der Wohnungssuchende für sich abklären:

  • Lage: Wo soll sich die Wohnung befinden? Möchte der Wohnungssuchende sehr zentral wohnen oder lieber ruhiger, etwas außerhalb? Muss es unbedingt die Stadtmitte sein oder kommt auch der Stadtrand in Betracht? Je zentraler die Wohnung liegt, desto teurer wird sie sein. Eine Wohnung außerhalb ist meist günstiger. Dafür werden die Wege aber länger.
  • Größe: Wie viel Wohnfläche braucht der Wohnungssuchende? Wie viele Zimmer möchte er haben? Eine große Wohnung ist nicht nur teurer, sondern geht auch mit höheren Nebenkosten einher. Wohnt der Wohnungssuchende zum ersten Mal ganz alleine, könnte er sich in einer zu großen Wohnung außerdem verloren fühlen. Ein kleines, kuscheliges Nest ist da oft die bessere Wahl.
  • Badezimmer: Nimmt der Wohnungssuchende nach einem langen, anstrengenden Tag gerne ein Bad? Oder springt er ohnehin nur unter die Dusche? Ist ihm wichtig, dass das Badezimmer ein Fenster hat?
  • Balkon: Legt der Wohnungssuchende Wert auf einen Balkon oder eine Terrasse? Oder wäre ein Balkon ein nettes Plus, auf das er aber gut verzichten kann?
  • Parkplatz: Wenn der Wohnungssuchende ein Fahrzeug hat, sollte er bedenken, dass er dieses irgendwo abstellen muss. Durch einen eigenen Stellplatz oder eine Garage erhöht sich die Miete. Dafür spart sich der Wohnungssuchende aber die mitunter mühsame Parkplatzsuche. Eine Garage bringt ihm außerdem zusätzliche Fläche ein, die er nutzen kann, um das Fahrrad, Sportgeräte und andere Dinge zu lagern.

Natürlich wird der Wohnungssuchende mitunter Kompromisse machen müssen. Wenn er ein Budget von 400 Euro hat, wird er keine Fünf-Zimmer-Wohnung mit Luxusbad und Doppelgarage in der Stadtmitte finden. Die Merkmale, die dem Wohnungssuchenden besonders am Herzen liegen, sollte die neue Bleibe aber aufweisen. Denn der Wohnungssuchende möchte sich in seiner Wohnung ja wohlfühlen.

Die erste eigene Wohnung finden

Weiß der Wohnungssuchende, wonach er sucht, kann er seine Wohnungssuche starten. Um sich einen Überblick über den aktuellen Wohnungsmarkt zu verschaffen, sind Internetportale für Immobilien eine gute Adresse.

Sie bieten eine große Auswahl an freien Wohnungen. Neben den Eckdaten zur jeweiligen Wohnung und Beschreibungen mit Zusatzinfos enthalten die Online-Wohnungsanzeigen außerdem oft viele Fotos. So sieht der Wohnungssuchende schon im Vorfeld, was ihn ungefähr erwartet.

Zusätzlich dazu kann sich aber auch ein Blick in die regionale Tageszeitung lohnen. Vor allem ältere Privatvermieter, die mit dem Internet nicht ganz so vertraut sind, inserieren ihre Wohnungen lieber ganz klassisch in der Zeitung. Ein weiterer Vorteil vom Wohnungsmarkt in der regionalen Tageszeitung ist, dass der Wohnungssuchende weniger Konkurrenz hat als bei Online-Anzeigen.

Übrigens:

Wenn die Wohnung von einem Makler vermittelt wird, muss eine Maklerprovision bezahlt werden. Diese Kosten trägt aber nicht automatisch der Mieter. Seit 2015 gilt in Deutschland nämlich das Bestellerprinzip. Demnach muss derjenige die Maklerprovision bezahlen, der den Makler beauftragt hat. Und wenn das der Vermieter war, trägt er auch die Kosten.

In Teil 2 erklären wir, was zu tun ist, wenn eine passende Wohnung gefunden ist.

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Veröffentlicht von

Redakteure

Robert Kaminski, 46 Jahre, Rechtsanwalt Mietrecht, Bernd Schuster, 51 Jahre, Geschäftsführer einer Hausverwaltung, Marion Sachmann, 38 Jahre, Immobilienmaklerin und Tobias Bechtel, 39 Jahre Bauunternehmer schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Immobilien, Vermietung, Mietrecht und Wohnungssuche.

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