Wohnungs-Sonnencheck: Sonne, Schatten und Hitze simulieren
Wie viel Sonne eine Wohnung tatsächlich bekommt, zeigt sich bei einer kurzen Besichtigung oft nur schwer. Ein Balkon kann auf den ersten Blick hell und einladend wirken, später aber überwiegend im Schatten liegen oder ein sonniges Zimmer heizt sich im Sommer stärker auf als erwartet.

Mit dem Sonnenlicht- und Hitze-Simulator erhalten Sie eine anschauliche Orientierung, wann direkte Sonne wahrscheinlich ist, wie sich Jahreszeit, Himmelsrichtung und Nachbargebäude auswirken und ob die Wohnsituation zu Ihrem Alltag, Ihren Pflanzen oder Ihrem Lieblingsplatz auf dem Balkon passt:
Interaktiver Wohnungs-Sonnencheck
Sonnenlicht- und Hitze-Simulator für Wohnung und Balkon
Prüfen Sie näherungsweise, wann direkte Sonne auf ein Fenster, einen Balkon oder eine Terrasse trifft. Der Simulator berücksichtigt die Himmelsrichtung, die Jahreszeit, den Sonnenstand, die Etage, einen möglichen Dachüberstand sowie die Höhe und Entfernung eines gegenüberliegenden Gebäudes.
Die visuelle Auswertung hilft bei Fragen wie: Bekommt ein Westbalkon noch Feierabendsonne? Wird ein südlich ausgerichtetes Zimmer im Sommer stark aufgeheizt? Kann ein Nachbargebäude die tief stehende Wintersonne verdecken?
Was der Wohnungs-Sonnencheck zeigt
- Wahrscheinliche Zeiten mit direkter Sonne für die gewählte Ausrichtung
- Unterschiede zwischen Winter, Frühling, Herbst und Sommer
- Mögliche Verschattung durch Balkon, Dachüberstand oder Nachbargebäude
- Eine vereinfachte Einschätzung der sommerlichen Wärmebelastung
- Hinweise zur Eignung für Balkon, Pflanzen, Homeoffice und Schlafräume
So funktioniert der Sonnenlicht- und Hitze-Simulator
- Ausrichtung festlegen: Wählen Sie die Himmelsrichtung des Fensters, Balkons oder der Terrasse.
- Standort und Zeitpunkt wählen: Geben Sie eine geografische Region, eine Jahreszeit und die gewünschte Uhrzeit an.
- Gebäudesituation beschreiben: Ergänzen Sie Etage, Balkontiefe, Dachüberstand und ein mögliches Gebäude gegenüber.
- Auswertung starten: Der Kompass, der Sonnenverlauf, die Schattenansicht und der Saisonvergleich werden aktualisiert.
Wie lassen sich Höhe und Entfernung ungefähr bestimmen?
Für eine Orientierung genügt eine realistische Schätzung. Ein normales Wohngeschoss ist häufig ungefähr 2,5 bis 3,2 Meter hoch. Ein viergeschossiges Gebäude kann daher beispielsweise rund 10 bis 13 Meter hoch sein.
Die Entfernung zum gegenüberliegenden Gebäude kann anhand bekannter Strecken, Stellplätze, Gehwegbreiten oder der ungefähren Straßenbreite abgeschätzt werden. Je genauer die Eingaben sind, desto aussagekräftiger wird die vereinfachte Schattenprüfung.
Visuelle Auswertung
Sonnenverlauf, Verschattung und Wärmebelastung
Zusammenfassung
Südbalkon: direkte Sonne am Nachmittag wahrscheinlich
In diesem Beispiel ist im Sommer mit längeren sonnigen Phasen zu rechnen. Der Balkonüberstand kann die hoch stehende Mittagssonne teilweise abfangen. Das gegenüberliegende Gebäude kann vor allem bei niedrigem Sonnenstand im Winter oder am frühen und späten Tag Schatten verursachen.
- Sonne zur gewählten Uhrzeit
- Wahrscheinlich direkt
- Geschätzter Sonnenstand
- Beispiel: hoch
- Verschattung gegenüber
- Teilweise möglich
- Sommerliche Wärmebelastung
- Erhöht
Interaktiver Himmelsrichtungs-Kompass
Der Pfeil zeigt die Blickrichtung der untersuchten Außenfläche. Morgens steht die Sonne eher im Osten, am Abend eher im Westen.
Eine Südausrichtung erhält in Mitteleuropa häufig Licht um die Mittagszeit. Im Sommer steht die Sonne höher, im Winter deutlich niedriger.
Sonnenverlaufsbogen nach Jahreszeit
Die Bögen verdeutlichen den Unterschied zwischen niedrigem Winter-, mittlerem Übergangs- und hohem Sommer-Sonnenstand.
- Gewählte Jahreszeit
- Sommer
- Gewählte Uhrzeit
- 15:00 Uhr
- Näherungsweiser Sonnenstand
- Noch nicht individuell berechnet
- Sonnenrichtung
- Noch nicht individuell berechnet
Seitenansicht: Balkon, Sonnenstrahlen und Nachbargebäude
Die vereinfachte Schnittzeichnung zeigt, ob das gegenüberliegende Gebäude den gewählten Punkt aufgrund seines Höhenwinkels verdecken könnte.
Im Beispiel liegt der Balkon oberhalb eines großen Teils der möglichen Hindernislinie. Bei niedrigem Sonnenstand kann das gegenüberliegende Gebäude dennoch verschatten. Die tatsächliche Wirkung hängt zusätzlich von der seitlichen Lage des Gebäudes ab.
Tagesverlauf der möglichen Sonneneinstrahlung
Die Zeitleiste zeigt nach der Berechnung, ob direkte Sonne aufgrund von Sonnenstand, Ausrichtung und Hindernissen wahrscheinlich, eingeschränkt oder unwahrscheinlich ist.
- Morgendämmerung oder tiefer Sonnenstand
- Bei Südausrichtung meist noch seitlicher Lichteinfall
- Direkte Sonne kann beginnen
- Hohe Wahrscheinlichkeit direkter Sonne
- Hohe Wahrscheinlichkeit direkter Sonne
- Direkte Sonne je nach Verschattung möglich
- Seitlicher und niedriger werdender Sonnenstand
- Im Hochsommer noch Abendlicht möglich
- Keine direkte Sonne oder einsetzende Dämmerung
Beispiel für eine südliche Ausrichtung im Sommer: Die günstigsten Sonnenzeiten liegen häufig um die Tagesmitte und am frühen Nachmittag. Überstand und Nachbarbebauung können diesen Zeitraum verkürzen.
Bewertung von Sonnenangebot und Wärmebelastung
Direktes Sonnenangebot
Beispielwert: 72 von 100
Die Südausrichtung bietet grundsätzlich gute Chancen auf direkte Sonne. Verschattung und Überstand reduzieren den Wert.
Sommerliche Wärmebelastung
Beispielwert: 68 von 100
Große Glasflächen ohne außenliegenden Sonnenschutz können bei längerer direkter Einstrahlung zu einer erhöhten Wärmebelastung beitragen.
Tageslichtpotenzial
Beispielwert: 81 von 100
Auch außerhalb direkter Sonnenphasen ist bei freiem Himmelsausschnitt mit einem guten allgemeinen Tageslichtangebot zu rechnen.
Die Punktwerte sind relative Orientierungswerte innerhalb dieses Tools. Sie stellen weder gemessene Sonnenstunden noch eine vorhergesagte Raumtemperatur dar.
Saisonvergleich für dieselbe Wohnsituation
Die drei Auswertungen vergleichen dieselbe Ausrichtung und Bebauung bei typischen Sonnenständen im Winter, in den Übergangsjahreszeiten und im Sommer.
Winter
- Direkte Sonne
- Beispiel: kurze Zeitfenster
- Verschattungsrisiko
- Erhöht durch niedrigen Sonnenstand
- Wärmebelastung
- Gering
- Typischer Nutzen
- Helle Mittagsstunden können angenehm sein
Frühling und Herbst
- Direkte Sonne
- Beispiel: mehrere Stunden möglich
- Verschattungsrisiko
- Mittel
- Wärmebelastung
- Meist moderat
- Typischer Nutzen
- Günstiges Verhältnis von Licht und Wärme
Sommer
- Direkte Sonne
- Beispiel: längere Zeitfenster
- Verschattungsrisiko
- Überstand kann Mittagssonne reduzieren
- Wärmebelastung
- Erhöht
- Typischer Nutzen
- Gute Balkon- und Pflanzenbedingungen mit Hitzeschutz
Eignung der gewählten Ausrichtung
Balkonnutzung
Der Beispiel-Südbalkon kann über die Tagesmitte und am Nachmittag viel Sonne erhalten. Im Hochsommer ist ein wirksamer Sonnenschutz sinnvoll.
Pflanzen
Lichtliebende Pflanzen können profitieren. Empfindliche Pflanzen benötigen bei starker Mittagssonne möglicherweise Schutz und eine angepasste Wasserversorgung.
Homeoffice
Helles Tageslicht ist günstig, direkte Sonne auf Bildschirm und Arbeitsplatz kann jedoch Blendung und zusätzliche Wärme verursachen.
Schlafraum
Bei längerer sommerlicher Sonneneinstrahlung kann ein Schlafzimmer am Abend noch aufgeheizt sein. Außenliegende Verschattung wirkt meist günstiger als ausschließlich innenliegender Sonnenschutz.
Individuelle Hinweise zur Wohnsituation
- Eine Südausrichtung bietet häufig lange helle Zeiträume, kann im Sommer aber mehr Sonnenschutz erfordern.
- Prüfen Sie bei einer Besichtigung die Sichtlinie zwischen Balkon und oberer Kante des Nachbargebäudes.
- Ein vorhandener Überstand kann die hoch stehende Sommersonne stärker begrenzen als die tiefere Wintersonne.
- Große Glasflächen sollten bei hoher Sonnenbelastung möglichst von außen verschattet werden können.
- Besichtigen Sie die Wohnung nach Möglichkeit zu der Tageszeit, zu der Sie Balkon oder Zimmer überwiegend nutzen möchten.
Zwei Varianten direkt vergleichen
Speichern Sie zunächst eine Auswertung als Variante A. Ändern Sie anschließend beispielsweise Himmelsrichtung, Etage, Gebäudeabstand oder Sonnenschutz. Die nächste Berechnung kann als Variante B gegenübergestellt werden.
| Kriterium | Variante A | Variante B |
|---|---|---|
| Ausrichtung | Noch nicht gespeichert | Aktuelle Berechnung |
| Direktes Sonnenangebot | – | Beispielwert: 72 von 100 |
| Sommerliche Wärmebelastung | – | Beispielwert: 68 von 100 |
| Verschattung | – | Teilweise möglich |
| Beste Tageszeit | – | Mittag bis früher Nachmittag |
| Eignung für die gewählte Priorität | – | Ausgewogen mit Sonnenschutz |
Himmelsrichtungen bei Wohnung, Fenster und Balkon vergleichen
Die folgenden Merkmale dienen als allgemeine Orientierung. Der tatsächliche Lichteinfall hängt zusätzlich von Jahreszeit, Gebäuden, Bäumen, Gelände, Fenstergröße und baulicher Verschattung ab.
| Ausrichtung | Typische direkte Sonne | Mögliche Vorteile | Mögliche Nachteile |
|---|---|---|---|
| Norden | Meist wenig direkte Sonne; im Sommer morgens oder abends möglich | Häufig gleichmäßiges Licht und geringere sommerliche Aufheizung | Weniger direkte Sonne für Balkon und lichtliebende Pflanzen |
| Nordosten | Vor allem frühe Morgensonne | Heller Start in den Tag bei meist moderater Wärme | Am Nachmittag und Abend häufig schattig |
| Osten | Morgen bis ungefähr Mittag | Angenehme Morgensonne und häufig geringere Abendhitze | Für Feierabendnutzung meist wenig direkte Sonne |
| Südosten | Morgen bis früher Nachmittag | Gute Mischung aus Morgen- und Mittagssonne | Im Sommer bereits vormittags erhöhte Wärme möglich |
| Süden | Schwerpunkt um Mittag und Nachmittag | Hohes Sonnen- und Tageslichtpotenzial, besonders im Winter wertvoll | Ohne Verschattung erhöhte sommerliche Wärmebelastung möglich |
| Südwesten | Mittag bis Abend | Viel Nachmittags- und Abendsonne | Räume können sich bis in den Abend hinein erwärmen |
| Westen | Nachmittag und Abend | Günstig für Balkon- und Terrassennutzung nach Feierabend | Tief stehende Abendsonne kann blenden und Räume aufheizen |
| Nordwesten | Im Sommer teilweise späte Abendsonne | Häufig moderate Wärme bei möglichem Abendlicht | Über weite Teile des Tages wenig direkte Sonne |
Wie die vereinfachte Berechnung arbeitet
Sonnenstand
Aus geografischer Breite, Jahreszeit, Datum und Uhrzeit wird eine näherungsweise Sonnenhöhe sowie die Richtung der Sonne bestimmt. Im Sommer verläuft die Sonnenbahn höher und länger als im Winter.
Ausrichtung der Fassade
Direkte Sonne ist nur möglich, wenn sich die Sonne vor der gewählten Außenfläche befindet. Je schräger das Licht auftrifft, desto geringer wird die angenommene direkte Einstrahlung.
Gebäudeverschattung
Aus Gebäudehöhe, Entfernung und geschätzter Höhe der untersuchten Etage wird ein Hinderniswinkel gebildet. Liegt die Sonne unter diesem Winkel, kann das Gebäude die direkte Einstrahlung verdecken.
Balkon und Überstand
Ein Überstand kann besonders bei hoch stehender Sonne Schatten erzeugen. Niedrig stehende Sonnenstrahlen können dagegen weiter unter einen Balkon oder ein Vordach gelangen.
Wärmebelastung
Die relative Einschätzung verbindet Ausrichtung, Sonnenzeit, Glasfläche, Raumgröße, Dachlage, Bauweise und Sonnenschutz. Es wird keine konkrete Innenraumtemperatur berechnet.
Ergebnisqualität
Die Simulation eignet sich zum Vergleichen von Wohnsituationen und Besichtigungsoptionen. Für Bauplanung, Energieberatung oder verbindliche Verschattungsnachweise sind genauere Gebäudedaten und Fachberechnungen erforderlich.
Sonneneinstrahlung bei einer Wohnungsbesichtigung prüfen
- Notieren Sie die Blickrichtung wichtiger Fenster und des Balkons mit einem Kompass.
- Achten Sie auf gegenüberliegende Häuser, Bäume, Dachvorsprünge und darüberliegende Balkone.
- Fragen Sie nach vorhandenen Rollläden, Außenjalousien oder einer erlaubten Markise.
- Prüfen Sie, ob Schlaf- und Arbeitsräume am Nachmittag oder Abend direkter Sonne ausgesetzt sind.
- Besichtigen Sie eine interessante Wohnung nach Möglichkeit zu unterschiedlichen Tageszeiten.
- Vergleichen Sie nicht nur direkte Sonne, sondern auch allgemeinen Himmelsausschnitt und Tageslicht.
Häufige Fragen zum Sonnenlicht- und Hitze-Simulator
Kann der Simulator genaue Sonnenstunden für meine Wohnung vorhersagen?
Nein. Das Tool liefert eine nachvollziehbare Näherung anhand der eingegebenen Ausrichtung, Region, Jahreszeit und Gebäudesituation. Exakte Sonnenstunden erfordern präzise dreidimensionale Daten zu Gebäuden, Bäumen, Gelände und Umgebung.
Kann ein Nordbalkon direkte Sonne bekommen?
Ein Nordbalkon erhält meistens deutlich weniger direkte Sonne als ein Süd-, Ost- oder Westbalkon. In den langen Sommertagen kann die Sonne jedoch früh morgens oder spät abends aus nordöstlicher beziehungsweise nordwestlicher Richtung auf Teilflächen treffen.
Wann scheint die Sonne auf einen Ostbalkon?
Ein Ostbalkon erhält typischerweise morgens direkte Sonne. Der genaue Zeitraum hängt von Jahreszeit, Breitengrad, seitlicher Verschattung und gegenüberliegenden Gebäuden ab. Gegen Mittag wandert die Sonne zunehmend aus dem direkten Sichtbereich.
Wann scheint die Sonne auf einen Westbalkon?
Ein Westbalkon profitiert vor allem am Nachmittag und Abend von direkter Sonne. Im Sommer können die Sonnenzeiten bis in den späten Abend reichen. Die tiefer stehende Westsonne kann Innenräume allerdings stärker blenden und erwärmen.
Warum kann ein Südbalkon trotz guter Ausrichtung wenig Sonne haben?
Ein hohes oder nahes Gebäude, ein tiefer Balkon darüber, ein Dachüberstand, dichte Bäume oder eine zurückgesetzte Loggia können die direkte Sonne deutlich reduzieren. Deshalb betrachtet der Simulator nicht nur die Himmelsrichtung.
Berechnet das Tool die spätere Raumtemperatur?
Nein. Die tatsächliche Raumtemperatur hängt unter anderem von Außentemperatur, Dämmung, Fensterqualität, Speichermasse, Lüftung, internen Wärmequellen und Sonnenschutz ab. Das Tool gibt nur eine relative Einschätzung der möglichen solaren Wärmebelastung aus.
Ist ein außenliegender Sonnenschutz besonders relevant?
Außenliegender Sonnenschutz kann Sonnenstrahlen abfangen, bevor sie die Verglasung und den Innenraum erreichen. Das Tool berücksichtigt daher Rollläden, Markisen und Außenjalousien stärker als ausschließlich innenliegende Vorhänge oder Jalousien.
Welche Ausrichtung eignet sich für Homeoffice?
Nord- und Ostausrichtungen bieten häufig gleichmäßigeres oder morgendliches Licht bei geringerer Nachmittagswärme. Süd- und Westfenster können ebenfalls geeignet sein, benötigen bei direkter Sonne aber häufiger Blend- und Wärmeschutz.
Werden meine Eingaben gespeichert oder übertragen?
Nein. Das Tool benötigt keine externe Schnittstelle und keine genaue Adresse. Die spätere Berechnung findet lokal im Browser statt. Beim Verlassen oder Neuladen der Seite werden gemerkte Vergleichsvarianten verworfen.
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