Schimmelrisiko-Rechner mit Raumklima- & Lüftungs-Simulator

Raumklima-Check: Taupunkt, Feuchtigkeit und Schimmelrisiko

Schimmel entsteht oft leise und unbemerkt in kalten Raumecken, hinter Möbeln oder an feuchten Fensterlaibungen. Wer Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Wandtemperatur frühzeitig im Blick behält, kann mögliche Risikozonen besser erkennen und gezielter reagieren.

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Der Schimmelrisiko-Rechner zeigt Ihnen anschaulich, wie kritisch Ihre aktuellen Messwerte sind, ob Lüften die Raumluft tatsächlich trockener machen kann und welche Bereiche der Wohnung besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Interaktiver Raumklima-Check

Schimmelrisiko-Rechner und Lüftungs-Simulator für Wohnungen

Vergleichen Sie Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wandtemperatur und Außenluft. Der Rechner ermittelt näherungsweise Taupunkt, absolute Luftfeuchtigkeit, Oberflächenfeuchte und das mögliche Kondensations- und Schimmelrisiko.

Zusätzlich zeigt die visuelle Lüftungssimulation, ob die Außenluft aktuell Feuchtigkeit aus dem Raum aufnehmen kann und wie sich ein angenommener Luftaustausch auf die relative Luftfeuchtigkeit auswirken könnte.

Was der Raumklima-Check berechnet

  • Taupunkt der aktuellen Raumluft
  • Absolute Luftfeuchtigkeit innen und außen in Gramm pro Kubikmeter
  • Relative Feuchtigkeit an der kalten Wandoberfläche
  • Kritische Oberflächentemperatur für erhöhte Feuchte und Kondensation
  • Vereinfachtes Risiko für Fensterlaibung, Raumecke und Außenwand
  • Einfluss von Möbelabstand, Dämmzustand und aktueller Raumnutzung
  • Voraussichtlichen Nutzen des Lüftens anhand der absoluten Feuchtigkeit
  • Vereinfachte Vorher-Nachher-Simulation nach einem angenommenen Luftaustausch

So funktioniert der Schimmelrisiko- und Lüftungs-Simulator

  1. Raumklima messen: Tragen Sie Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit ein.
  2. Außenluft ergänzen: Geben Sie die aktuelle Außentemperatur und Außenluftfeuchtigkeit an.
  3. Kalte Oberfläche prüfen: Nutzen Sie nach Möglichkeit die gemessene Temperatur einer Außenwand, Raumecke oder Fensterlaibung.
  4. Wohnsituation beschreiben: Ergänzen Sie Raumtyp, Dämmzustand, Möbelabstand und aktuelle Feuchtequellen.
  5. Lüftung simulieren: Wählen Sie einen angenommenen Luftaustausch und vergleichen Sie die Raumluft vor und nach dem Lüften.
Wie und wo sollten Temperatur und Luftfeuchtigkeit gemessen werden?

Ein Hygrometer sollte möglichst nicht direkt auf der Fensterbank, unmittelbar am Heizkörper oder in direkter Sonne stehen. Für eine allgemeine Raummessung ist ein Platz mit etwas Abstand zu Außenwand, Fenster und Wärmequelle sinnvoll.

Die Oberflächentemperatur kann mit einem geeigneten Oberflächenthermometer oder Infrarotthermometer ermittelt werden. Interessant sind vor allem Raumecken, Fensterlaibungen und Außenwände hinter größeren Möbeln.

Warum reicht die relative Luftfeuchtigkeit allein nicht aus?

Relative Luftfeuchtigkeit hängt stark von der Temperatur ab. Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Deshalb kann kalte Außenluft trotz hoher relativer Feuchtigkeit deutlich weniger Wasser enthalten als warme Raumluft.

Für die Beurteilung des Lüftens vergleicht das Tool deshalb zusätzlich die absolute Luftfeuchtigkeit innen und außen.

Messwerte und Wohnsituation eingeben

Die Felder enthalten Beispielwerte für ein Schlafzimmer mit erhöhter Luftfeuchtigkeit und einer kalten Außenwand. Ersetzen Sie diese Werte durch Ihre eigenen Messungen. Alle Berechnungen finden lokal im Browser statt.

1. Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit innen

Verwenden Sie möglichst einen stabilen Messwert aus der Raummitte.

Lesen Sie den Wert nach einer kurzen Stabilisierungszeit am Hygrometer ab.

Die Raumfläche wird für das geschätzte Luftvolumen benötigt.

Aus Raumfläche und Deckenhöhe wird das ungefähre Raumvolumen berechnet.

2. Temperatur und Luftfeuchtigkeit außen

Nutzen Sie möglichst einen aktuellen Wert für den Standort der Wohnung.

Eine hohe relative Außenfeuchtigkeit bedeutet bei kalter Luft nicht automatisch, dass Lüften ungeeignet ist.

3. Außenwand und kalte Oberfläche

Ein gemessener Wert ist aussagekräftiger als eine Schätzung.

Messen Sie beispielsweise an einer Außenwandecke, Fensterlaibung oder hinter einem größeren Möbelstück.

Außenwände und Außenecken können im Winter kälter sein als Innenwände.

Raumecken besitzen häufig eine geringere Oberflächentemperatur.

Beispiele sind kalte Gebäudeecken, Rollladenkästen oder Betonbauteile.

Diese Angabe wird nur für die vereinfachte Risikoeinschätzung verwendet.

4. Möbel, Raumnutzung und Feuchtequellen

Ein geringer Abstand kann Luftbewegung und Erwärmung der Wandoberfläche einschränken.

Die Nutzung verändert nicht die gemessenen Werte, fließt aber in die Hinweise ein.

Beim Trocknen wird zusätzliche Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben.

In kleinen, geschlossenen Räumen kann Feuchtigkeit schneller ansteigen.

5. Lüftungssimulation

Die Lüftungsart dient als Orientierung; der angenommene Luftaustausch kann im nächsten Feld direkt angepasst werden.

70 % der Raumluft

Die tatsächliche Luftwechselrate hängt unter anderem von Wind, Temperaturunterschied, Fenstergröße und Raumgeometrie ab.

Die Simulation nimmt an, dass sich die ausgetauschte Luft anschließend wieder auf diesen Wert erwärmt.

Datenschutz: Alle Werte werden ausschließlich lokal in Ihrem Browser verarbeitet. Es findet keine Übertragung an externe Dienste und keine dauerhafte Speicherung statt.

Visuelle Beispielauswertung

Taupunkt, Oberflächenfeuchte und Lüftungspotenzial

Beispielauswertung geladen. Ersetzen Sie die Werte durch Ihre eigenen Messungen.

Gesamteinschätzung

Hohes kurzfristiges Kondensationsrisiko

Bei 21 °C Raumtemperatur und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt im Beispiel bei ungefähr 14,2 °C. Die eingegebene Wandtemperatur von 14 °C liegt knapp darunter. An dieser Oberfläche kann daher Kondenswasser entstehen. Ein geringer Schrankabstand erhöht zusätzlich das Risiko eines schlecht erwärmten und schwach belüfteten Wandbereichs.

Taupunkt der Raumluft
Beispiel: 14,2 °C
Absolute Feuchtigkeit innen
Beispiel: 11,9 g/m³
Absolute Feuchtigkeit außen
Beispiel: 5,8 g/m³
Feuchtigkeit an der Wandoberfläche
Beispiel: etwa 100 %
Kritische Oberflächentemperatur
Beispiel: etwa 17,7 °C für 80 % Oberflächenfeuchte
Lüftungspotenzial
Hoch – Außenluft enthält deutlich weniger Wasser
Geschätztes Raumvolumen
Beispiel: 40 m³
Qualität der Eingaben
Gut – Oberflächentemperatur wurde gemessen

Vereinfachter Risikoindex

82 von 100

Beispielwert: 82 von 100 – hohes Risiko

Der Index berücksichtigt Taupunktabstand, Oberflächenfeuchte, Kondensation, Außenwandecke, Dämmzustand, Möbelabstand, sichtbare Feuchtespuren und aktuelle Raumnutzung. Er ist ein relativer Orientierungswert und keine Messnorm.

Raumquerschnitt mit typischen Risikozonen

Die Grafik zeigt Bereiche, an denen kalte Oberflächen und eingeschränkte Luftbewegung zusammentreffen können.

Schlafzimmer mit Außenwand, Fenster, Heizkörper und Schrank Die Beispielgrafik markiert eine kalte Außenecke, eine Fensterlaibung, die Wand hinter einem Schrank und die allgemeine Raumluft als mögliche Bereiche erhöhter Feuchtigkeit. 3 cm Abstand 1 2 3 4 5 Außenwand Schrank an der Außenwand
Unauffälliger Bereich Erhöhte Feuchte möglich Kritischer Bereich Kondensation möglich

Taupunkt- und Oberflächenthermometer

Entscheidend ist der Abstand zwischen Raumtemperatur, kritischer Oberflächentemperatur, Taupunkt und tatsächlicher Wandtemperatur.

Vergleich von Raumtemperatur, Wandtemperatur und Taupunkt Die Raumtemperatur liegt im Beispiel bei 21 Grad Celsius, die kritische Temperatur für 80 Prozent Oberflächenfeuchtigkeit bei etwa 17,7 Grad, der Taupunkt bei etwa 14,2 Grad und die gemessene Wandtemperatur bei 14 Grad. 30 °C 20 °C 10 °C 0 °C Raumtemperatur 21 °C Kritische Oberfläche 17,7 °C Taupunkt 14,2 °C Wandtemperatur 14 °C

Im Beispiel liegt die Wandtemperatur knapp unter dem Taupunkt. Wasserdampf kann an der Oberfläche kondensieren. Schon oberhalb des Taupunkts kann die Oberflächenfeuchte längere Zeit deutlich erhöht sein.

Auswertung der fünf typischen Risikozonen

1. Außenwandecke

Außenwandecken können kälter als die übrige Wandfläche sein. Bei der Beispieltemperatur und Luftfeuchtigkeit besteht ein erhöhtes Risiko für sehr hohe Oberflächenfeuchte.

2. Fensterlaibung

Ältere Fenster und kalte Laibungen können lokal niedrige Oberflächentemperaturen verursachen. Gelegentliches Kondenswasser am Fenster ist ein zusätzliches Warnsignal.

3. Außenwand hinter dem Möbel

Der Schrank steht im Beispiel nur 3 cm von der Außenwand entfernt. Dadurch können Luftbewegung und Erwärmung der Wand eingeschränkt sein.

4. Gemessene Wandoberfläche

Die eingegebene Wandtemperatur von 14 °C liegt im Beispiel unter dem berechneten Taupunkt. Kondensationsfeuchte ist daher möglich.

5. Raumluft

65 % relative Luftfeuchtigkeit bei 21 °C entsprechen im Beispiel rund 11,9 g Wasser pro Kubikmeter Luft. Nach einer Nacht mit zwei Personen kann kurzfristig ein erhöhter Wert auftreten.

Absolute Luftfeuchtigkeit innen und außen vergleichen

Die Balken zeigen die tatsächlich enthaltene Wassermenge pro Kubikmeter Luft. Dieser Vergleich ist für die Lüftungsentscheidung aussagekräftiger als die relative Luftfeuchtigkeit allein.

Vergleich der absoluten Feuchtigkeit von Innen- und Außenluft Die Innenluft enthält im Beispiel ungefähr 11,9 Gramm Wasser pro Kubikmeter, die Außenluft ungefähr 5,8 Gramm. Lüften kann deshalb Feuchtigkeit aus dem Raum transportieren. Innenluft 11,9 g/m³ 21 °C und 65 % Außenluft 5,8 g/m³ 5 °C und 85 % Feuchtigkeit kann nach außen abgeführt werden
Differenz der absoluten Feuchtigkeit
Beispiel: 6,1 g/m³ weniger in der Außenluft
Voraussichtliche Lüftungsrichtung
Trocknend – die Außenluft kann Feuchtigkeit aufnehmen
Mögliche Feuchteabfuhr bei vollständigem Luftaustausch
Beispiel: ungefähr 244 g Wasser

Vereinfachte Lüftungssimulation: vorher und nachher

Die Beispielberechnung nimmt an, dass 70 % der Raumluft durch die eingegebene Außenluft ersetzt und anschließend wieder auf 21 °C erwärmt werden.

Vor dem Lüften
Raumluft vor dem Lüften Die Raumluft enthält im Beispiel 11,9 Gramm Wasser pro Kubikmeter und besitzt eine relative Feuchtigkeit von 65 Prozent. 65 % relative Luftfeuchtigkeit
Relative Luftfeuchtigkeit
65 %
Absolute Luftfeuchtigkeit
11,9 g/m³
Risikoindex
82 von 100
Nach dem Lüften und Wiedererwärmen
Raumluft nach dem Lüften Nach dem angenommenen Luftaustausch und Wiedererwärmen sinkt die relative Luftfeuchtigkeit im Beispiel auf ungefähr 42 Prozent. etwa 42 % relative Luftfeuchtigkeit
Neue relative Luftfeuchtigkeit
Beispiel: etwa 42 %
Neue absolute Luftfeuchtigkeit
Beispiel: etwa 7,6 g/m³
Geschätzte Feuchteabfuhr
Beispiel: ungefähr 171 g Wasser

Im Beispiel ist Lüften rechnerisch sinnvoll, weil die Außenluft deutlich weniger Wasser enthält als die Innenluft. Nach dem angenommenen Luftaustausch sinkt auch die rechnerische Oberflächenfeuchte an der 14 °C kalten Wand. Die tatsächlichen Werte können durch Feuchtenachschub und unvollständige Luftdurchmischung abweichen.

Detaillierte technische Auswertung

Sättigungsdampfdruck bei Raumtemperatur
Beispiel: etwa 24,9 hPa
Tatsächlicher Wasserdampf-Partialdruck
Beispiel: etwa 16,2 hPa
Sättigungsdampfdruck an der Wand
Beispiel: etwa 16,0 hPa
Abstand der Wandtemperatur zum Taupunkt
Beispiel: −0,2 °C
Temperaturreserve bis 80 % Oberflächenfeuchte
Beispiel: Wand ist etwa 3,7 °C zu kalt
Geschätzter Luftinhalt des Raumes
Beispiel: ungefähr 40.000 Liter Luft

Hinweise zur eingegebenen Wohnsituation

  • Bei einer Wandtemperatur unterhalb des Taupunkts sollte sichtbares Kondenswasser zeitnah entfernt und die Ursache beobachtet werden.
  • Die Beispiel-Außenluft enthält deutlich weniger Wasser als die Raumluft. Kurzes, intensives Lüften kann die Raumfeuchte daher verringern.
  • Ein Schrankabstand von 3 cm an einer kalten Außenwand ist ungünstig. Prüfen Sie, ob mehr Abstand und eine bessere Luftzirkulation möglich sind.
  • Kontrollieren Sie Raumluft und Wandtemperatur zu mehreren Tageszeiten, insbesondere morgens, nach dem Schlafen und vor dem Lüften.
  • Bleibt eine Wand trotz angemessenem Heizen und Lüften dauerhaft sehr kalt oder feucht, sollte auch eine bauliche Ursache geprüft werden.

Oberflächenfeuchte und Taupunkt richtig einordnen

Die folgende Einteilung dient als vereinfachte Orientierung des Tools. Entscheidend sind neben dem Messwert auch Dauer, Material, Verschmutzung, Luftbewegung und bauliche Situation.

Orientierungsbereiche für die relative Feuchtigkeit an einer Oberfläche
Oberflächenfeuchte Vereinfachte Einordnung Mögliche Bedeutung Sinnvolle Reaktion
Unter 60 % Eher unauffällig Geringe rechnerische Feuchtebelastung an der Oberfläche Raumklima weiter beobachten
60 bis unter 80 % Beobachtungsbereich Bei dauerhaft kalten Flächen kann sich das Risiko erhöhen Temperatur, Feuchte und Luftbewegung prüfen
80 bis unter 100 % Erhöhter Risikobereich Bei längerer Dauer können günstige Bedingungen für Schimmel entstehen Feuchte senken und kalte Oberfläche untersuchen
100 % oder mehr Kondensationsbereich Die Oberfläche erreicht oder unterschreitet rechnerisch den Taupunkt Kondenswasser entfernen und Ursache klären

Wie der Schimmelrisiko-Rechner arbeitet

Taupunkt

Der Taupunkt wird aus Raumtemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit näherungsweise mit einer gebräuchlichen Magnus-Formel berechnet. Am Taupunkt erreicht die Luft rechnerisch 100 % relative Feuchtigkeit.

Absolute Luftfeuchtigkeit

Aus Temperatur und Wasserdampf-Partialdruck wird die enthaltene Wassermenge in Gramm pro Kubikmeter ermittelt. Dadurch lassen sich Innen- und Außenluft trotz unterschiedlicher Temperaturen vergleichen.

Oberflächenfeuchtigkeit

Das Tool nimmt an, dass der Wasserdampf-Partialdruck der Raumluft auch unmittelbar vor der Wandoberfläche gilt. Dieser Wert wird mit dem Sättigungsdampfdruck bei der Wandtemperatur verglichen.

Kritische Oberflächentemperatur

Zusätzlich zum Taupunkt wird die Temperatur berechnet, bei der die Oberfläche ungefähr 80 % relative Feuchtigkeit erreicht. Dieser Wert dient als früherer Orientierungsbereich vor sichtbarer Kondensation.

Lüftungssimulation

Die Innenluft wird rechnerisch entsprechend dem gewählten Austauschanteil mit Außenluft ersetzt. Anschließend wird die neue relative Feuchtigkeit bei der angegebenen Wiedererwärmungstemperatur bestimmt.

Risikoindex

Der relative Index kombiniert Taupunktabstand, Oberflächenfeuchte, Kondensation, Möblierung, Außenwand, Dämmzustand und Nutzung. Er soll Situationen vergleichbar machen, stellt aber keine bautechnische Norm dar.

Raumklima und mögliche Problemstellen sinnvoll kontrollieren

  • Messen Sie Innenwerte über mehrere Tage zu vergleichbaren Zeitpunkten.
  • Notieren Sie Werte morgens, vor dem Lüften und nach feuchteintensiver Nutzung.
  • Prüfen Sie nicht nur die Raummitte, sondern auch kalte Außenwände und Ecken.
  • Achten Sie auf Kondenswasser, Verfärbungen, muffigen Geruch oder sich lösende Tapeten.
  • Halten Sie größere Möbel nicht unnötig dicht an dauerhaft kalten Außenwänden.
  • Vergleichen Sie zum Lüften die absolute Feuchtigkeit innen und außen.
  • Dokumentieren Sie wiederkehrende Auffälligkeiten mit Datum, Messwerten und Fotos.

Häufige Fragen zu Taupunkt, Luftfeuchtigkeit und Schimmelrisiko

Was ist der Taupunkt in einer Wohnung?

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die vorhandene Luftfeuchtigkeit rechnerisch nicht mehr vollständig als Wasserdampf gehalten werden kann. Kühlt eine Oberfläche bis zu diesem Wert ab, kann Kondenswasser entstehen.

Kann eine Wand schon oberhalb des Taupunkts problematisch sein?

Ja. Sichtbares Kondenswasser entsteht erst in der Nähe des Taupunkts. Schon bei höheren Wandtemperaturen kann die relative Feuchtigkeit unmittelbar an der Oberfläche deutlich höher sein als in der Raummitte.

Ist Lüften bei hoher Außenluftfeuchtigkeit sinnvoll?

Das hängt nicht allein vom Prozentwert ab. Kalte Außenluft kann bei hoher relativer Feuchtigkeit trotzdem weniger Wasser pro Kubikmeter enthalten als warme Innenluft. Deshalb vergleicht das Tool die absolute Feuchtigkeit.

Warum kann hinter einem Schrank Schimmel entstehen?

Ein großer Schrank kann die Luftbewegung und Wärmezufuhr an der Wand einschränken. Die Oberfläche bleibt dadurch möglicherweise kälter, während sich Feuchtigkeit im schlecht belüfteten Zwischenraum länger hält.

Was kann ich tun, wenn ich keine Wandtemperatur messen kann?

Sie können eine vorsichtige Schätzung verwenden oder später die Schätzfunktion des Tools auswählen. Das Ergebnis ist dann jedoch unsicherer. Für eine aussagekräftigere Prüfung ist eine tatsächliche Messung vorzuziehen.

Wie genau ist die Lüftungssimulation?

Sie ist eine vereinfachte Modellrechnung. Der tatsächliche Luftaustausch hängt von Fenstergröße, Wind, Temperaturunterschied, Raumgeometrie und Lüftungsdauer ab. Auch Feuchtenachschub aus Materialien und Nutzung kann das Ergebnis verändern.

Kann der Rechner feststellen, wer einen Schimmelschaden verursacht hat?

Nein. Das Tool kann weder Verantwortlichkeit noch Schadensursache verbindlich feststellen. Nutzerverhalten, Gebäudekonstruktion, Wärmebrücken und eindringende Feuchtigkeit müssen im konkreten Fall getrennt untersucht werden.

Was sollte ich bei sichtbarem Schimmel beachten?

Sichtbarer oder wiederkehrender Befall sollte nicht nur übermalt oder anhand eines einzelnen Messwerts beurteilt werden. Entscheidend ist, die Feuchtigkeitsquelle zu finden und dauerhaft zu beseitigen.

Welche relative Luftfeuchtigkeit ist ideal?

Es gibt keinen einzelnen Wert, der für jeden Raum, jede Temperatur und jede Gebäudesituation gleichermaßen gilt. Entscheidend ist insbesondere, ob kalte Oberflächen vorhanden sind und wie lange hohe Feuchtewerte anhalten.

Werden meine Messwerte gespeichert oder übertragen?

Nein. Das Tool benötigt keine externe Schnittstelle. Die Berechnung findet lokal im Browser statt und die eingegebenen Werte werden nicht dauerhaft gespeichert.

Hinweis: Nutzen Sie die Auswertung zur Orientierung, zum Vergleich von Messwerten und zur Vorbereitung weiterer Schritte. Bei wiederkehrender Feuchtigkeit, baulichen Auffälligkeiten oder größerem Schimmelbefall sollte die Ursache fachlich untersucht werden.

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