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Mietwohnung Checkliste 

Wer nach einer neuen Wohnung sucht, wird sicherlich recht schnell feststellen, dass dies oft gar nicht so einfach ist, wie eigentlich gedacht. Vor allem in Großstädten sind schöne Wohnungen in guter Lage, die dann aber auch noch bezahlbar sind, Mangelware.

Umso wichtiger ist, die Wohnungssuche strategisch zu gestalten. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Punkte rund um die neue Mietwohnung in einer Art Checkliste zusammen.

 

 

Vorweg aber noch ein sehr wichtiger Tipp: die Wohnungssuche sollte so früh wie möglich beginnen.

Die Wahrscheinlichkeit, gerade dann eine Wohnung zu finden, die den eigenen Wünschen entspricht und zum Budget passt, wenn die alte Wohnung geräumt werden muss, ist sehr klein. Je mehr Zeit für die Wohnungssuche bleibt, desto geringer ist der Druck und desto höher sind die Chancen, ein passendes neues zu Hause zu finden.

Als grobe Richtlinie gilt in diesem Zusammenhang, dass die Wohnungssuche zwei bis drei Monate vor dem geplanten Umzugstermin beginnen sollte, in besonders begehrten Wohngegenden noch etwas früher.

 

Hier nun aber die Checkliste für die neue Mietwohnung:

Wie groß soll die Wohnung sein?
Wie ist die bevorzugte Lage und was muss unbedingt in der Nähe sein?
Wie viel darf die Wohnung kosten?

  

Diese drei Fragen sind die wichtigsten Fragen überhaupt und sollten geklärt sein, bevor die Suche nach der neuen Wohnung überhaupt beginnt. Wie groß die Wohnung sein soll, hängt natürlich davon ab, wer einzieht und wie die Wohnung genutzt wird. Maßgeblich hierbei ist zum einen die Quadratmeterzahl, zum anderen aber auch die Anzahl der Zimmer.

Im Hinblick auf die Lage spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Während den einen wichtig ist, dass es Kindergarten, Schule, Spielplatz und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe gibt, brauchen die anderen eine Wohnung, die möglichst verkehrsgünstig liegt, und wieder andere legen Wert auf ausreichend Parkmöglichkeiten in der Nähe.

Hier sollte also eine Liste erstellt werden, was wichtig ist und wo eventuell Kompromisse möglich sind. Sehr wichtig ist dann aber auch das eigene Budget. Schließlich bringt es nichts, sich eine tolle Wohnung anzusehen, die nicht bezahlbar ist. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang aber nicht nur die eigentliche Miete, sondern auch die Nebenkosten müssen berücksichtigt werden.

Als Faustregel gilt, dass pro Quadratmeter Wohnfläche ein Euro für die Heizkosten und ein Euro für Strom, Wasser und die übrigen Nebenkosten kalkuliert werden sollte. Bei einer 90 Quadratmeter großen Wohnung kommen zu der Miete monatlich also noch einmal etwa 180 Euro Nebenkosten hinzu.

  

Werden alle Möglichkeiten zur Suche ausgeschöpft?

Die meisten, die nach einer Wohnung suchen, studieren den Immobilienteil der größten regionalen Tageszeitung und die bekannten Immobilienbörsen im Internet. Dies ist an sich nicht falsch, aber eher für die Inserenten vorteilhaft. Ähnlich wie bei der Jobsuche ist die Konkurrenz nämlich groß, wenn ein interessantes Objekt inseriert wird. Lohnen kann sich daher ein Blick in den Anzeigenteil von kleinen, lokalen Zeitungen, aber auch an der Pinnwand im Supermarkt kann eine interessante Wohnung angeboten sein.

Zudem lohnt es sich immer, im Freundes- und Bekanntenkreis nachzufragen oder größere Wohnungsgesellschaften und Vermieter direkt anzusprechen, denn wie Jobs werden auch viele Wohnungen unter der Hand vergeben.

Wer nicht selbst suchen möchte, kann natürlich auch einen Makler beauftragen. Allerdings hat dieser Anspruch auf zwei Monatsmieten, wenn ein Mietvertrag über ihn zustande kommt.

    

Gut vorbereitet für den Besichtigungstermin?

Ist ein interessantes Objekt gefunden, folgt meist der Besichtigungstermin und dieser ist letztlich nichts anderes als ein Vorstellungsgespräch. Mieter und Vermieter lernen sich kennen und es wird überprüft, ob alle Beteiligten inklusive Wohnung den jeweiligen Vorstellungen entsprechen. Für den Mieter bedeutet das, dass er sich entsprechend gut vorbereiten sollte.

Neben den üblichen Unterlagen zum Nachweis dafür, dass er die Miete bezahlen kann, gehört hierzu, sich auf die typischen Fragen des Vermieters vorzubereiten. Dazu gehören beispielsweise Fragen nach dem Arbeitgeber und dem Einkommen, der gewünschten Mietdauer oder dem Familienstand. Zudem wird er sicher fragen, weshalb der Mieter eigentlich umziehen möchte.

Genauso kann und sollte der Mieter aber auch seine Fragen stellen, beispielsweise zu den Nachbarn, der Infrastruktur, den Kosten oder geplanten Renovierungsarbeiten. Dass sich der Mieter die Wohnung außerdem genau anschauen sollte, versteht sich von selbst.

  

Wie sind die Nachbarn?

Auch die schönste Wohnung bringt nichts, wenn sich der Mieter langfristig nicht darin wohlfühlt, weil er mit den Mitmietern nicht zurechtkommt und es ständig Streitigkeiten gibt. Sinnvoll ist daher, sich die Nachbarn näher anzuschauen. Bei dieser Gelegenheit lernt der Mieter seine möglicherweise neuen Nachbarn aber nicht nur kennen, sondern kann auch zusätzliche Informationen über die Wohnung und den Vermieter sammeln.

 

Was steht im Mietvertrag?

Passen Wohnung und Infrastruktur und sind die Nachbarn sympathisch, fehlt eigentlich nur noch der Mietvertrag. Gerade hier ist aber wichtig, sehr genau zu prüfen, was eigentlich unterschrieben wird. Mietverträge enthalten nicht selten Verpflichtungen, denen der Mieter gar nicht zustimmen müsste.

Unzulässige Klauseln sind zwar automatisch unwirksam, aber oft entscheidet sich dies erst vor Gericht. Da ein Gerichtsverfahren aber neben Geld vor allem auch Zeit und Nerven kostet, ist es sinnvoller, den Mietvertrag vor dem Unterschreiben von einem Fachmann überprüfen zu lassen oder zumindest sehr genau zu lesen.

 

Weiterführende Tipps und Ratgeber für Immobilien:

Immobilienmarkt Tabellen und Grafiken
Die besten Tipps zum Bausparen
Typische Vokabeln von Maklern
Fragen und Antworten zum Messie-Syndrom
Waermespender fuer Balkon und Garten

 

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